Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 18. August 2026 · Version 1.0
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Softwareplattform Vereinskladde (https://portal.vereinskladde.de) zwischen dem Anbieter und dem Kunden. Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Anbieter und Vertragspartner ist:
Jens Voss IT-Service Unterbach
Inhaber: Jens Voss
Vennstraße 98
40627 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: 0211 17803272
E-Mail: info@it-service-unterbach.de
Internet: https://portal.vereinskladde.de
Kunde ist der Verein bzw. die Organisation, für die ein Administrationskonto angelegt wird, vertreten durch die registrierende oder später benannte Administratorin bzw. den Administrator. Die annehmende Person versichert, zur Vertretung des Kunden berechtigt zu sein.
Die Plattform richtet sich an Vereine und vergleichbare Organisationen zur Unterstützung der internen Dokumentation des Schießbetriebs. Der Kunde handelt bei Vertragsschluss in Ausübung seiner vereins- bzw. unternehmerischen Tätigkeit und nicht als Verbraucher im Sinne von § 13 BGB, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes zutrifft.
Sollte der Vertragspartner ausnahmsweise Verbraucher sein, bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften unberührt. Ein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB besteht nur, soweit der Kunde Verbraucher ist und die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Für den unternehmerischen bzw. vereinsmäßigen Einsatz der Plattform besteht kein Widerrufsrecht.
2. Begriffsbestimmungen
- Plattform / Dienst: die webbasierte Software Vereinskladde einschließlich PWA, zugehöriger Cloud-Funktionen und Dokumentation.
- Kunde: der vertragsschließende Verein.
- Nutzer: natürliche Personen, denen der Kunde Zugang gewährt (Administratoren, Standaufsichten, Mitglieder) sowie Gäste ohne eigenes Konto.
- Kundendaten: alle vom Kunden oder seinen Nutzern eingegebenen oder erzeugten Inhalte und Daten.
3. Vertragsschluss
Der Nutzungsvertrag kommt zustande, wenn der Kunde den Registrierungsprozess abschließt und diese AGB akzeptiert, oder – bei bereits bestehendem Konto – wenn ein Administrator die jeweils aktuelle Fassung in der Anwendung akzeptiert. Angebot und Annahme können elektronisch erfolgen. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, eine Registrierung anzunehmen.
Ergänzend gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO), der gesondert akzeptiert wird (https://portal.vereinskladde.de/avv). Bei Widersprüchen gehen zwingende Datenschutzvorschriften und der AVV für die Auftragsverarbeitung vor; im Übrigen gelten diese AGB.
4. Leistungsbeschreibung
Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform als Software-as-a-Service zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Anwendung, insbesondere:
- Verwaltung von Vereinsstammdaten, Hallen und Ständen
- Mitgliederverwaltung, Einladungen, Rollen und PIN
- Dokumentation von Standaufsichten, Buchungen und Gästezugängen
- Meldungen, Freigaben, Auswertungen sowie PDF- und CSV-Exporte
- Abonnementverwaltung über den angebundenen Zahlungsdienstleister
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software zur vertragsgemäßen Nutzung, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen, sportlichen, behördlichen oder rechtlichen Erfolg. Beschreibungen auf der Website, in der App oder in Werbematerialien sind unverbindliche Leistungsbeschreibungen, soweit sie nicht ausdrücklich als garantierte Beschaffenheit bezeichnet sind.
Ein Anspruch auf bestimmte Funktionen, Integrationen, Offline-Fähigkeit, mobile Native-Apps oder ununterbrochenen Zugang besteht nicht, soweit nicht gesondert schriftlich vereinbart. Der Anbieter darf Funktionen ändern, ersetzen oder einstellen, sofern der vertragliche Kernnutzen insgesamt erhalten bleibt oder ein wichtiger Grund (Sicherheit, Recht, Wegfall von Vorlieferanten) vorliegt.
5. Keine Rechts-, Steuer- oder Waffenrechtsberatung
Die Plattform ist ein technisches Hilfsmittel zur Dokumentation. Sie ist insbesondere kein Ersatz für:
- rechtliche Beratung, Steuerberatung oder vereinsrechtliche Beratung
- die Prüfung und Einhaltung des Waffengesetzes, der AWaffV oder landesrechtlicher Vorschriften
- die Prüfung der Anforderungen von Waffenbehörden, Versicherern oder Verbänden
- physische Schießbücher, Kladde oder Nachweise, soweit diese gesetzlich, behördlich oder satzungsmäßig weiterhin verlangt werden
- die eigenverantwortliche Aufsicht, Sicherung und Organisation des Schießbetriebs vor Ort
PDF-Schießnachweise, Reports und Statistiken sind Auswertungen der vom Kunden eingegebenen Daten. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr, dass diese Ausdrucke von Behörden, Gerichten, Versicherern oder Dritten als ausreichender Nachweis (einschließlich Bedürfnisnachweis) anerkannt werden. Die Prüfung der rechtlichen Eignung obliegt ausschließlich dem Kunden.
6. Schießbetrieb und Verantwortung des Kunden
Für den gesamten Schießbetrieb, die Standaufsicht, die Waffensicherheit, den Umgang mit Waffen und Munition, die Zulassung von Schützen und Gästen sowie die Einhaltung aller öffentlich-rechtlichen Pflichten ist ausschließlich der Kunde verantwortlich. Der Anbieter hat keinen Einfluss auf das Geschehen in der Schießstätte und überwacht den Betrieb nicht.
Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass
- eine geeignete Standaufsicht nach den geltenden Vorschriften tätig ist
- nur berechtigte Personen Zugang zu Waffen, Ständen und der Plattform erhalten
- Buchungen, Namen, Waffenarten, Kaliber, Schusszahlen und Zeiten zutreffend erfasst werden, soweit der Kunde sie für seine Dokumentation nutzt
- Nutzer und Gäste darüber informiert sind, dass während aktiver Buchungen Vor- und Nachname sowie der Name der Standaufsicht auf der Buchungsseite sichtbar sein können
- er eigene, unabhängige Sicherungen seiner Nachweise führt, soweit er diese gegenüber Dritten benötigt
Der Anbieter haftet nicht für Unfälle, Verletzungen, Sachschäden, Waffenschäden, behördliche Maßnahmen, Bußgelder, Lizenz- oder Waffenbesitzkarten-Folgen, Versicherungs- oder Verbandsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Schießbetrieb des Kunden entstehen, soweit gesetzlich zulässig.
7. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet,
- wahrheitsgemäße Angaben bei Registrierung, Abrechnung und Vereinsdaten zu machen
- die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen
- keine Schadsoftware, keine Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen und keine übermäßige Belastung der Infrastruktur vorzunehmen
- Inhalte Dritter (z. B. Logos) nur einzustellen, wenn er die erforderlichen Rechte hat
- den Anbieter unverzüglich über Sicherheitsvorfälle, missbräuchliche Nutzung oder unbefugte Zugriffe zu informieren, soweit sie die Plattform betreffen
- dafür zu sorgen, dass nur befugte Personen Administrationsrechte erhalten
Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für Kundendaten und für die Rechtsgrundlage ihrer Verarbeitung gegenüber Mitgliedern, Gästen und sonstigen Betroffenen.
8. Nutzerkonten, Zugangsdaten, Mitglieder und Gäste
Zugangsdaten, Passwörter und PINs sind geheim zu halten und dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden. Handlungen, die über ein Konto des Kunden oder seiner Nutzer erfolgen, werden dem Kunden zugerechnet, soweit er die Nutzung zu vertreten hat.
Der Kunde entscheidet, wen er einlädt, welche Rollen er vergibt und ob Gäste ohne Konto buchen dürfen. Gäste schließen keinen eigenen Vertrag mit dem Anbieter; ihre Nutzung erfolgt ausschließlich im Verantwortungsbereich des Kunden.
Der Anbieter darf Konten sperren oder Zugänge beschränken, wenn konkrete Anhaltspunkte für Rechtsverstöße, Sicherheitsrisiken, Zahlungsverzug oder eine Gefährdung der Plattform bestehen. Soweit zumutbar, wird der Kunde zuvor informiert.
9. Verfügbarkeit, Wartung, Änderungen
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit und keine Service-Levels, soweit nicht gesondert schriftlich vereinbart. Wartungsarbeiten, Updates, Störungen bei Unterauftragnehmern, höhere Gewalt und unvorhersehbare technische Probleme können zu Unterbrechungen, Verzögerungen oder Dateninkonsistenzen führen.
Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, Benutzeroberflächen zu ändern und Funktionen anzupassen. Ein Anspruch auf Beibehaltung eines bestimmten Layouts, einer bestimmten Auswertungslogik oder einer bestimmten Exportgestaltung besteht nicht.
Die Nutzung als PWA, der Service Worker und lokale Caches erfolgen auf eigenes Risiko des Kunden hinsichtlich Gerät, Browser und Betriebssystem.
10. Dienste Dritter
Die Plattform nutzt technische Infrastruktur und Dienste Dritter, insbesondere Google Firebase / Google Cloud (Hosting, Authentifizierung, Datenbank, Speicher, Functions, E-Mail-Auslösung) sowie Mollie (Zahlungsabwicklung). Der Anbieter hat auf die Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit und Vertragsbedingungen dieser Dritten nur begrenzten Einfluss.
Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Anbieter nicht für Störungen, Datenverluste, Fehlfunktionen, Sicherheitsvorfälle, Einstellungen oder Leistungsänderungen, die ausschließlich im Verantwortungsbereich solcher Dritter liegen. Zahlungsdaten zu Zahlungsmitteln verarbeitet Mollie in eigener Verantwortung als Zahlungsdienstleister.
11. Abonnement, Preise, Zahlung
Soweit die Nutzung entgeltlich ist, gelten die in der Anwendung angezeigten Preise, Laufzeiten und Leistungsumfänge (einschließlich lizenzierter Standanzahl). Alle Preise verstehen sich in Euro inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer (derzeit 19 % in Deutschland), soweit nicht anders angegeben oder umsatzsteuerrechtlich etwas anderes gilt.
Die Zahlung erfolgt über den angebundenen Zahlungsdienstleister. Der Kunde ermächtigt den Anbieter, fällige Beträge über diesen Dienstleister einzuziehen. Bei fehlgeschlagenen Zahlungen darf der Anbieter den Zugang zur Plattform einschränken oder sperren, nachdem eine angemessene Frist zur Nachholung gesetzt wurde, soweit zumutbar.
Entgelte für eine bereits begonnene Abrechnungsperiode werden bei Kündigung nicht anteilig erstattet, soweit nicht zwingendes Recht eine Erstattung verlangt. Eine Änderung der lizenzierten Standanzahl oder des Tarifs richtet sich nach den in der Anwendung vorgesehenen Funktionen.
Der Anbieter darf Preise mit Wirkung für die nächste Abrechnungsperiode anpassen. Die Änderung wird dem Kunden rechtzeitig in Textform oder in der Anwendung mitgeteilt. Ist der Kunde mit der Anpassung nicht einverstanden, kann er zum Ablauf der laufenden Periode kündigen.
12. Laufzeit, Kündigung, Sperrung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit bzw. für die jeweils gebuchte Periode und verlängert sich nach den Regeln des gewählten Abonnements, soweit ein solches besteht. Der Kunde kann das Abonnement in der Anwendung zum Periodenende kündigen, soweit dort vorgesehen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei erheblichem Zahlungsverzug, schwerwiegendem Verstoß gegen diese AGB, missbräuchlicher Nutzung, Gefährdung der Sicherheit oder der Rechte Dritter oder bei Wegfall der technischen Möglichkeit, den Dienst zu angemessenen Bedingungen weiter zu betreiben.
Der Kunde kann den Verein in der Anwendung unwiderruflich löschen. Mit der Löschung endet der Nutzungsvertrag, ohne dass ein Anspruch auf Wiederherstellung der Daten besteht. Rechnungsdaten darf der Anbieter gesetzlich vorgeschrieben aufbewahren.
13. Daten, Sicherung, Löschung
Kundendaten stehen im Verantwortungsbereich des Kunden. Der Anbieter erstellt keine über die übliche Infrastruktur der Unterauftragnehmer hinausgehende, dem Kunden individuell zustehende Datensicherung. Der Kunde ist verpflichtet, für ihn wesentliche Nachweise regelmäßig selbst zu exportieren und gesondert aufzubewahren (PDF, CSV oder andere geeignete Mittel).
Soweit gesetzlich zulässig, besteht kein Anspruch auf Wiederherstellung gelöschter, überschriebener oder durch Fehlbedienung verlorener Daten. Nach Vertragsende bzw. Vereinslöschung werden Auftragsdaten nach Maßgabe des AVV gelöscht. Ein Herausgabeanspruch beschränkt sich auf die in der Anwendung vorgesehenen Exportfunktionen bzw. auf einen zumutbaren Datenexport auf Anfrage.
14. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter Vereinsdaten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag.
15. Nutzungsrechte und Kundeninhalte
Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Plattform bestimmungsgemäß für den eigenen Vereinsbetrieb zu nutzen. Ein Erwerb von Rechten an Quellcode, Marken, Layout oder Datenbankstruktur erfolgt nicht.
An Kundendaten und hochgeladenen Inhalten (z. B. Vereinslogo) verbleiben die Rechte beim Kunden bzw. den Berechtigten. Der Kunde räumt dem Anbieter das für den Betrieb der Plattform erforderliche einfache Nutzungsrecht ein (Speicherung, Anzeige, Übertragung, Backup im Rahmen der Infrastruktur).
Reverse Engineering, das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen, das automatisierte Auslesen über das bestimmungsgemäße Maß hinaus sowie die Nutzung der Plattform für Dritte außerhalb des eigenen Vereins sind untersagt, soweit nicht zwingendes Recht (insbesondere § 69d, § 69e UrhG) etwas anderes erlaubt.
16. Gewährleistung
Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform bei vertragsgemäßer Nutzung im Wesentlichen die in der Anwendung beschriebenen Grundfunktionen erbringt. Unerhebliche Abweichungen, vorübergehende Störungen und Einschränkungen, die den Kernnutzen nicht aufheben, begründen keine Mängelrechte.
Der Kunde hat Mängel unverzüglich in Textform und nachvollziehbar zu rügen. Der Anbieter kann nach eigener Wahl nachbessern oder Ersatz leisten, insbesondere durch Update, Workaround oder Konfigurationsänderung. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde nach den gesetzlichen Regeln mindern oder – bei einem erheblichen Mangel – kündigen. Schadensersatz setzt eine Haftung nach Ziffer 17 voraus.
Soweit der Kunde Unternehmer ist, verjähren Mängelansprüche – mit Ausnahme von Ansprüchen nach Ziffer 17 Abs. 2 – in zwölf Monaten ab gesetzlichem Verjährungsbeginn. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
Der Anbieter übernimmt keine Beschaffenheits- oder Haltbarkeitsgarantie im Sinne des BGB, keine Garantie der Behördentauglichkeit von Exporten und keine Garantie der Kompatibilität mit jedem Gerät, Browser oder Drucker.
17. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie.
Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Die Haftung für die einfach fahrlässige Verletzung anderer als der in den vorstehenden Absätzen genannten Pflichten ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
Soweit der Kunde Unternehmer ist, ist die Haftung für einfach fahrlässig verursachte Schäden der Höhe nach auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an den Anbieter gezahlten Nettoentgelte für die Plattform begrenzt, höchstens jedoch auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Ist in diesem Zeitraum kein Entgelt gezahlt worden, tritt an die Stelle der Entgelte ein Betrag von 500 Euro. Diese Ziffer gilt nicht für die in Absatz 1 genannten Fälle.
Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Anbieter nicht für
- entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden und Folgeschäden
- Datenverlust, soweit der Schaden durch eine regelmäßige, der Bedeutung der Daten angemessene Sicherung durch den Kunden vermeidbar gewesen wäre
- Schäden aus dem Schießbetrieb, aus dem Umgang mit Waffen oder Munition oder aus der Organisation der Standaufsicht
- behördliche, gerichtliche, verbands- oder versicherungsrechtliche Entscheidungen sowie daraus folgende Nachteile
- unrichtige, unvollständige oder verspätet eingegebene Kundendaten
- Nutzung der Plattform durch unbefugte Dritte, soweit der Kunde Zugangsdaten nicht hinreichend geschützt hat
- Störungen, Ausfälle oder Leistungsänderungen von Diensten Dritter (Ziffer 10)
- die fehlende Anerkennung von PDF- oder CSV-Exporten als rechtlicher Nachweis
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Mitarbeiter des Anbieters.
Eine weitergehende Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben in jedem Fall unberührt. Soweit eine Klausel nach dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam wäre, gilt die gesetzlich zulässige Beschränkung; eine unbeschränkte Haftung wird dadurch nicht begründet, soweit das Gesetz sie nicht anordnet.
18. Freistellung
Der Kunde stellt den Anbieter sowie dessen gesetzliche Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen von allen Ansprüchen Dritter einschließlich Behörden frei, die auf einer Nutzung der Plattform durch den Kunden oder seine Nutzer, auf Kundendaten, auf dem Schießbetrieb des Kunden oder auf einer Pflichtverletzung des Kunden beruhen, soweit der Kunde die zugrundeliegende Pflichtverletzung zu vertreten hat. Die Freistellung umfasst auch angemessene Kosten der Rechtsverteidigung. Der Anbieter wird den Kunden über geltend gemachte Ansprüche unverzüglich informieren, soweit dies rechtlich zulässig und zumutbar ist.
19. Höhere Gewalt
Der Anbieter haftet nicht für Leistungsstörungen aufgrund höherer Gewalt oder sonstiger unvorhersehbarer Ereignisse, die der Anbieter nicht zu vertreten hat. Dazu gehören insbesondere Naturereignisse, Krieg, Terror, Pandemien, Arbeitskämpfe, behördliche Anordnungen, Strom- oder Netzausfälle, Cyberangriffe trotz angemessener Sorgfalt sowie Ausfälle wesentlicher Vorlieferanten oder Rechenzentren. Die Leistungspflichten ruhen für die Dauer der Störung. Dauert sie unverhältnismäßig lange an, kann jede Partei den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen. Schadensersatzansprüche sind insoweit ausgeschlossen, als gesetzlich zulässig.
20. Geheimhaltung
Die Parteien behandeln nicht öffentlich bekannte Informationen der anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt. Die Pflicht gilt für drei Jahre nach Vertragsende fort, für Geschäftsgeheimnisse im Sinne des GeschGehG darüber hinaus nach Maßgabe des Gesetzes.
21. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn dafür ein triftiger Grund besteht (insbesondere Gesetzesänderungen, Änderungen der Rechtsprechung, neue Funktionen, geänderte Unterauftragnehmer oder Sicherheitsanforderungen) und die Änderung den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.
Die jeweils aktuelle Fassung wird unter https://portal.vereinskladde.de/agb veröffentlicht. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden in der Anwendung angezeigt und erfordern die erneute elektronische Zustimmung eines Administrators. Widerspricht der Kunde, darf er den Vertrag zum Ablauf der laufenden Abrechnungsperiode kündigen; bis dahin gilt die bisher akzeptierte Fassung, soweit die Fortsetzung rechtlich und technisch möglich ist. Setzt der Kunde die Nutzung nach wirksamer Bekanntgabe ohne Widerspruch fort, nachdem ihm eine angemessene Widerspruchsfrist eingeräumt wurde, gelten die neuen AGB als angenommen, soweit zwingendes Recht dem nicht entgegensteht.
22. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und derjenigen Kollisionsnormen, die zu einem anderen Recht führen würden. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem ein Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er in Deutschland keinen allgemeinen Gerichtsstand, ist ausschließlicher Gerichtsstand Düsseldorf, soweit gesetzlich zulässig. Der Anbieter darf den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand in Anspruch nehmen.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Ein etwaiges Schriftformerfordernis wird durch die Textform (§ 126b BGB) gewahrt, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.
Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform abtreten, ausgenommen Geldforderungen im Sinne von § 354a HGB.
Impressum: https://portal.vereinskladde.de/impressum. Kontakt: info@it-service-unterbach.de.